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Das alles sollten Sie wissen,
wenn Sie sich bei uns bewerben möchten

Grundsätzlich…

In unserer Demenz-Wohngemeinschaft in Barmbek-Nord sind freie Plätze leider selten verfügbar, und die Zimmer werden in der Regel zügig wieder belegt.

Um dennoch die Chance auf einen Platz zu wahren, empfehlen wir Ihnen, sich frühzeitig vormerken zu lassen. Senden Sie uns hierzu bitte eine E-Mail mit allen relevanten Informationen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. bei der Köster-Stiftung. Bitte beachten Sie, dass wir derzeit keine Telefonnummer oder feste Informationssprechstunden anbieten können. Dennoch bemühen wir uns, zeitnah auf Ihre Anfrage zu antworten.

Wir führen eine Interessentenliste, in der wir Sie gern aufnehmen. Sollte ein Zimmer frei werden, prüfen wir sorgfältig, ob die Gegebenheiten und Bedürfnisse zusammenpassen – unabhängig von der Reihenfolge der Bewerbungen.

Machen Sie sich daher keine Sorgen über mögliche Wartezeiten. Es kann durchaus schnell gehen, dass wir uns bei Ihnen melden und eine gemeinsame Lösung finden.


Voraussetzungen

Der potenzielle Mieter sollte über eine nachgewiesene Demenz-Diagnose verfügen und einen bestehenden Pflegegrad haben. Sollte die Einschätzung durch den MDK gerade noch in Klärung sein, informieren Sie uns bitte darüber. Zudem ist eine rechtlich gesicherte Vertretung durch eine Vorsorgevollmacht oder Betreuungsperson notwendig.

Für eine gute Zusammenarbeit und das Wohlergehen unserer Gemeinschaft sind auch die Angehörigen von besonderer Bedeutung. Wir freuen uns, wenn Sie uns bereits in Ihrer Anfrage einige Informationen über die erkrankte Person mitteilen, wie die Art der Demenz, den Pflegegrad, sonstige Einschränkungen und Krankheiten, das Alter und alles, was Ihnen sonst noch wichtig erscheint. Ebenso interessieren uns auch einige Angaben zu Ihnen selbst, wie Ihr Wohnort, Ihre berufliche Tätigkeit, ob es weitere Geschwister oder Verwandte gibt und Ähnliches.

Es ist uns wichtig, dass Angehörige oder Vertretende bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, eventuell in Abstimmung mit anderen Betreuern. Regelmäßige Teilnahme an den monatlichen Angehörigen-Treffen wird erwartet, um den Informationsaustausch und die Abstimmung sicherzustellen. Eine ausgeprägte Kommunikations- und Kompromissbereitschaft ist hierbei ebenso essenziell wie die Bereitschaft, verwaltungstechnische oder andere Aufgaben innerhalb der Angehörigengruppe zu übernehmen.


Was kommt auf mich als Angehöriger zu?

Damit unsere Wohngemeinschaft reibungslos funktioniert, ist das tatkräftige Engagement aller Angehörigen unerlässlich. Dieses Engagement geht weit über Besuche hinaus: Es gibt immer wieder Aufgaben, die erledigt werden müssen. Mal sind es nur Kleinigkeiten, manchmal aber auch mehrere Stunden in einer Woche, die für die Gemeinschaft aufgebracht werden.

Wer kümmert sich um Reparaturen, führt die Kasse oder organisiert die Ablage? Wer übernimmt Gespräche mit dem Vermieter, der Hausverwaltung oder der Pflegedienstleitung? Wer beantwortet Anfragen, pflegt die Website oder kümmert sich um die Werbung? Selbst die kleinen Dinge, wie das Besorgen eines Weihnachtsbaums, tragen dazu bei, das Leben in der WG zu gestalten und zu optimieren.

Zusätzlich treffen wir Angehörigen uns einmal im Monat vor Ort, um alle anstehenden Themen zu besprechen. Die Kommunikation erfolgt darüber hinaus auf kurzen Wegen – ob per E-Mail, Telefon oder über unsere Slack- oder WhatsApp-Gruppe. Von neuen Angehörigen erwarten wir die Bereitschaft, digitale Medien zu nutzen, damit alle stets informiert sind und gemeinsam Entscheidungen treffen können.

Das Leben in der WG ist wie in einer großen Familie. Es bedeutet, dass man sich nicht nur um den eigenen Angehörigen, sondern auch um die gesamte Gemeinschaft kümmert. Dieses Engagement kann einen spürbaren Teil des eigenen Alltags beanspruchen. Bitte überlegen Sie daher, ob Sie bereit sind, Teil dieser besonderen Gemeinschaft zu werden – mit allen Herausforderungen und bis ans Lebensende Ihres an Demenz erkrankten Angehörigen.


„Nur mal gucken“
Besuche in der WG

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir ohne konkrete Veranlassung keine Besuchstermine anbieten. Es ist uns wichtig, unseren Bewohner*innen unnötige „Besichtigungen“ zu ersparen, da diese besonders für Menschen mit Demenz oft eine belastende und unangenehme Situation darstellen. Stellen Sie sich vor, es käme täglich jemand „nur mal schauen“ – das wäre für unsere Gemeinschaft schwer tragbar.

Erst wenn ein Zimmer frei wird und wir bereits ein ausführliches Gespräch mit Ihnen geführt haben, prüfen wir gemeinsam, ob ein Besuch sinnvoll ist. In diesem Fall laden wir Sie herzlich zu einem Kennenlernen bei Kaffee und Kuchen ein, damit Sie unsere Wohngemeinschaft in einem angenehmen Rahmen erleben können.


Wenn es mit uns nicht klappt…

Sollten Sie (oder wir) feststellen, dass unsere Wohngemeinschaft nicht die passende Option für Sie ist, gibt es in Hamburg viele weitere Möglichkeiten. Auf der Website von Stattbau Hamburg finden Sie eine Übersicht über freie Demenz-WG-Zimmer in der Stadt. Zudem werden derzeit zahlreiche neue Wohngemeinschaften gebaut oder befinden sich in der Planungsphase. Es lohnt sich, einen Blick darauf zu werfen und sich rechtzeitig vormerken zu lassen. So können Sie eine Lösung finden, die Ihren Vorstellungen und Bedürfnissen am besten entspricht.